Wie dieses Lexikon entsteht: Auswahl, Quellen, KI-Anteil, Korrekturen
Wie dieses Lexikon entsteht
Diese Seite beantwortet vier Fragen, die bei jedem Nachschlagewerk berechtigt sind: Warum steht dieser Begriff hier und ein anderer nicht? Woher stammen die Angaben? Was davon hat eine KI geschrieben? Und was passiert, wenn etwas falsch ist?
Stand: 17. August 2026.
Auswahl: welche Begriffe aufgenommen werden
Ein Begriff bekommt einen Artikel, wenn er in der zeitgenössischen KI-Landschaft eigenständig zitierfähig ist – als Technologie, Konzept, Organisation, Person, Modell, Regulierung oder Werk. Maßstab ist nicht Aktualität allein, sondern ob der Begriff für sich steht: Ein Fachbegriff, der nur als Synonym eines bereits vorhandenen Artikels dient, bekommt keinen eigenen Eintrag, sondern einen Verweis von dort.
Zwei Konsequenzen aus diesem Maßstab. Erstens: Randbegriffe ohne stabilen Kanon-Status – etwa einzelne Berater:innen oder Produktnamen ohne eigenständige Bedeutung – werden nicht aufgenommen oder nachträglich wieder entfernt. Ein Eintrag steht dafür beispielhaft im Archiv des Lexikons, mit dokumentiertem Grund. Zweitens: Vollständigkeit ist kein Ziel für sich. Es gibt absichtlich Lücken, die erst geschlossen werden, wenn ein Begriff seine Bedeutung durch tatsächlichen Verweisbedarf aus anderen Artikeln zeigt – nicht durch Trendgefühl.
Quellenprinzip: was als Beleg zählt
Jeder Artikel führt Quellenangaben. Bevorzugt werden Primärquellen: das Paper selbst, die offizielle Dokumentation, der Gesetzestext, die Originalveröffentlichung. Sekundärquellen – Nachrichtenartikel, Blogbeiträge, Zusammenfassungen – stützen Einordnung und Kontext, ersetzen aber keine überprüfbare Primärquelle, wo eine existiert.
Zahlenangaben, Daten und Zitate werden vor der Freigabe eines Artikels gegen die Quelle geprüft (Feld quellen-geprueft im Redaktionssystem). Datierte Stand-Angaben im Text – „Stand Mai 2026” und Ähnliches – werden bei jeder inhaltlichen Überarbeitung neu verifiziert, nicht nur beim ersten Schreiben. Wo zwei Quellen widersprüchliche Angaben machen, wird der Widerspruch benannt statt stillschweigend eine Version zu wählen.
KI-Anteil: was eine KI beiträgt und was nicht
Jeder Artikel trägt am Ende die Angabe: „Zusammengestellt, formuliert, lektoriert und korrigiert mit KI-Unterstützung. Kuratiert von Nils Brauer.” Das ist wörtlich gemeint, in beide Richtungen.
KI-Unterstützung heißt: Recherche-Zusammenstellung, erste Textentwürfe, Lektorat auf Lesbarkeit und Konsistenz, Prüfung auf tote Verweise und formale Vollständigkeit. Kuratiert heißt: Auswahl, welcher Begriff überhaupt einen Artikel bekommt, fachliche Einordnung, Freigabeentscheidung und Verantwortung für den veröffentlichten Stand liegen bei einem Menschen. Kein Artikel geht automatisch online – die Freigabe (status: freigegeben) ist ein bewusster redaktioneller Schritt, kein technischer.
Diese Offenlegung ist keine Marketingfloskel, sondern eine Grenzziehung: Was hier steht, ist maschinell mitverfasst, aber nicht maschinell verantwortet.
Aufbau: wie ein Artikel gegliedert ist
Jeder Artikel folgt derselben Struktur, damit sich Begriffe gegenseitig einordnen lassen: Definition, Zusammenfassung, Begriffsgeschichte, methodische Grundlagen, Anwendungsfelder, Kontroversen und Kritik, verwandte Begriffe, Quellenangaben. Artikel sind nach Thema kategorisiert – von KI-Grundlagen und Sprachmodellen über Alignment und Sicherheit bis zu Regulierung und Recht – und über Wikilinks im Fließtext sowie eine kuratierte Liste verwandter Begriffe am Ende miteinander vernetzt. Wer einen Begriff nachschlägt, findet so den Weg zu den Begriffen, die ihn tragen oder von ihm abhängen.
Die vollständige, laufend aktualisierte Übersicht aller Einträge steht im Lexikon der schönen neuen Welt.
Korrekturweg: wie Sie einen Fehler melden
Wenn Ihnen ein sachlicher Fehler, eine veraltete Angabe oder eine tote Quelle auffällt, melden Sie es über die Kontaktseite mit einem Hinweis auf den betroffenen Artikel und die konkrete Stelle. Korrekturen werden geprüft und, wo berechtigt, zeitnah eingearbeitet.
Wer das schreibt
Nils Brauer, Texter und KI-Berater aus Düsseldorf, seit über zwanzig Jahren im Texthandwerk. Herausgeber des Lexikons der schönen neuen Welt. Impressum und Kontakt