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Safra Catz

Safra Catz (* Dezember 1961 in Holon, Israel) ist eine israelisch-amerikanische Managerin. Sie führte Oracle von 2019 bis September 2025 als alleinige Vorstandsvorsitzende (CEO) und wechselte anschließend in die Position der Executive Vice Chair des Konzerns. Gemeinsam mit Oracle-Mitgründer Larry Ellison gehört sie zu den prägenden Figuren des Unternehmens der vergangenen zwei Jahrzehnte.

Zusammenfassung

Catz wurde 1961 in Holon in Israel geboren und zog im Alter von sechs Jahren mit ihrer Familie nach Brookline, Massachusetts. Sie erwarb 1983 einen Bachelorabschluss an der Wharton School und 1986 einen Jurastudienabschluss (J.D.) an der University of Pennsylvania Law School. Vor Oracle arbeitete sie im Investmentbanking bei Donaldson, Lufkin & Jenrette, zuletzt als Managing Director und Senior Vice President.

1999 trat sie als Senior Vice President bei Oracle ein, wurde 2001 Vorstandsmitglied und 2004 Präsidentin des Unternehmens. 2011 wurde sie Ko-Präsidentin und Finanzvorständin (CFO), 2014 gemeinsame Vorstandsvorsitzende mit Mark Hurd. Nach Hurds Tod im September 2019 führte sie Oracle als alleinige CEO, bis sie im September 2025 in die Position der Executive Vice Chair wechselte. Ihr wird maßgeblich die 2005 abgeschlossene, 10,3 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des Konkurrenten PeopleSoft zugeschrieben (NBC News 2004). 2022 erreichte ihre Gesamtvergütung bei Oracle 138 Millionen US-Dollar (Computing 2022), womit sie zu den sechs bestbezahlten Vorstandsvorsitzenden der USA zählte; ihr Vermögen wurde im September 2025 auf über 3 Milliarden US-Dollar geschätzt (CNBC 2025).

Werdegang

Catz wuchs nach der Übersiedlung aus Israel in Brookline, Massachusetts, auf. Sie erwarb 1983 einen Bachelorabschluss an der Wharton School der University of Pennsylvania und 1986 einen Jurastudienabschluss an derselben Universität. Vor ihrem Wechsel zu Oracle war sie im Investmentbanking bei Donaldson, Lufkin & Jenrette tätig, wo sie zuletzt als Managing Director und Senior Vice President arbeitete.

Im April 1999 trat sie als Senior Vice President in Oracle ein. 2001 wurde sie Mitglied des Vorstands, 2004 Präsidentin des Unternehmens, 2011 Ko-Präsidentin und Finanzvorständin. 2014 übernahm sie gemeinsam mit Mark Hurd die Position der Vorstandsvorsitzenden; nach Hurds Tod im September 2019 führte sie Oracle allein als CEO. Im September 2025 wechselte sie nach elf Jahren als Vorstandsvorsitzende in die Position der Executive Vice Chair; ihre Nachfolge übernahmen Clay Magouyrk, zuvor Präsident für Cloud-Infrastruktur, und Mike Sicilia, zuvor Präsident für Branchenlösungen, gemeinsam als Ko-CEOs.

Übernahmestrategie und politisches Engagement

Catz gilt als treibende Kraft hinter mehreren zentralen Oracle-Übernahmen, allen voran der 2005 abgeschlossenen, 10,3 Milliarden US-Dollar schweren feindlichen Übernahme des Softwarekonkurrenten PeopleSoft (NBC News 2004). Neben ihrer Unternehmensrolle engagierte sie sich politisch: 2016 trat sie dem Übergangsteam der ersten Trump-Administration bei und wurde zeitweise für Positionen wie die des US-Handelsbeauftragten in Betracht gezogen. Am 23. März 2026 wurde sie in das President’s Council of Advisors on Science and Technology (PCAST) berufen, dasselbe Gremium, dem auch Michael Kratsios, David Sacks, Jensen Huang, Mark Zuckerberg, Lisa Su und Larry Ellison angehören. Sie sitzt zudem im Vorstand von Paramount Skydance und ist Treuhänderin von In-Q-Tel.

Verwandte Begriffe

Quellenangaben

  1. NBC News, 13. Dezember 2004: „Oracle to acquire PeopleSoft for $10.3 billion”. https://www.nbcnews.com/id/wbna6705516
  2. Computing, 2022: „See how much Oracle’s top executives made in 2022”. https://www.computing.co.uk/news/4057266/oracles-executives-2022
  3. CNBC, 10. September 2025: „Oracle CEO, one of the world’s richest self-made women, just got $412 million richer in 6 hours”. https://www.cnbc.com/2025/09/10/oracle-ceo-safra-catz-made-nearly-half-billion-dollars-less-than-day.html

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